[Rezension] Das Korallenhaus von Anna Levin

4/24/2017












Autor: Anna Levin

Titel: Das Korralenhaus
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 384
Genre: Roman
ISBN: 978-3-442-38096-1
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Als die Meeresbiologin Nina in einem Haus bei Tazacorte ein altes Tagebuch und eine Kette aus schwarzen Korallen findet, ahnt sie nicht, dass dieser Fund ihr Leben für immer verändern wird. Sie kam nach La Palma, um bedrohte Korallenarten zu studieren, doch die Geschichte der Korallentaucherin Serena, die den Freitod im Meer suchte und von dem Hirten Mateo gerettet wurde, schlägt sie in ihren Bann. Denn sie erzählt von einer Liebe, wie Nina selbst sie sich immer erträumt hat. Woher aber kommen die Parallelen im Leben beider Frauen? Und wem ist Ninas Forscherteam ein Dorn im Auge? (Quelle: randomhouse)


Meine Meinung

Nina ist Forscherin mit Leib und Seele. Sie liebt die Natur und setzt sich auch beruflich ein diese vor der Zerstörung durch den Menschen zu schützen. Nachdem sie ihren Exfreund beim Fremdgehen erwischt hat, hält sie nichts mehr in Deutschland und so sagt sie einem Forschungsprojekt auf La Palma zu. Dort arbeitet sie zusammen mit den unterschiedlichsten Nationalitäten daran die Korallen in den Tiefen des Meeres zu untersuchen. Nicht jeder ist von ihrer Tätigkeit begeistert und so landen schnell die ersten Drohbriefe beim Team.

Etwas, was mir an dem Buch wirklich gefallen hat, ist die Beschreibung der Umgebung und den verschiedenen Tauchgängen. Das Buch hat richtig Lust auf Urlaub gemacht. Einerseits, weil die Orte so bildhaft beschrieben wurden. Andererseits, weil die Schönheit des Meeres so sehr hervorgehoben wurde. Leider war das aber auch das Einzige, was mich begeistern konnte.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch nichts Halbes und nichts Ganzes. Es wurde versucht etwas Historisches in die Geschichte zu bringen, was an sich ganz nett war, aber irgendwie auch ohne Bedeutung. Es wurde versucht Spannung in die Geschichte zu bringen, was mir eher sehr gezwungen vorkam und wenig authentisch umgesetzt wurde. Es wurde versucht eine Liebesgeschichte einzubringen, die leider absolut nicht nachvollziehbar war. Das lag für mich an der Oberflächlichkeit, die das ganze Buch umgibt, denn die Charaktere und auch Kommunikation waren meiner Meinung nach wirklich abstrus. Mir zumindest haben sich beim Lesen die Zehennägel aufgestellt. Plötzliche Sinneswandel, Gefühle oder auch Schwierigkeiten waren völlig aus der Luft gegriffen und einfach nicht authentisch. Es fehlte mir an Tiefe, an normaler Kommunikation, an angemessenen Emotionen und an einer feineren Beschreibung der Charaktere. 

Der Schreibstil war für mich sehr ruckelig. Ich bin immer wieder über Sätze oder Formulierungen gestolpert. Während des Lesens habe ich mich wirklich gelangweilt und kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen. Ich wünschte, ich könnte etwas anderes sagen, aber ich habe sehr oft daran gedacht das Buch einfach abzubrechen und auszusortieren. Letzteres mache ich jetzt auf jeden Fall.


Fazit


Leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht fesseln. Hölzerne und oberflächliche Dialoge wechseln sich ab mit unauthentischen Charakteren und wenig Nachvollziehbarkeit. Für mich leider ein ziemlicher Flop..




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