Fruchtsäfte - Was ist drin? Was ist gut?

10/15/2014

Laut der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) soll man am Tag 5 Portionen Obst und Gemüse verzehren. Das ist für viele nicht so ganz einfach. Eine Portion am Tag kann aber auch durch ein Glas Fruchtsaft ersetzt werden. Doch wo liegt der Unterschied bei der Vielzahl an Säften? Wo ist Zucker zugesetzt und was kann bedenkenlos getrunken werden? Um diese Fragen soll es heute gehen:


Fruchtsaft

Säfte mit der Bezeichnung Fruchtsaft beinhalten immer 100% Frucht. Dies muss nicht immer auf dem Etikett stehen, aber dank einer sogenannten "Fruchtsaftverordnung" ist dies geregelt. Außerdem enthalten Fruchtsäfte keine Farbe- und Konservierungsstoffe. Ob etwas als Fruchtsaft angeboten werden kann, liegt oft an der Frucht selbst. Äpfel, Trauben oder Orangen sind beispielsweise geeignete Obstsorten. Obstsorten, die zu sauer und dickflüssig sind, werden meist in Form von Nektar angeboten. Denen wird dann Wasser, Zucker oder Honig zugesetzt.





Fruchtsaftkonzentrat

Fruchtsaft aus Konzentrat ist mit normalem Fruchtsaft vergleichbar. Bei der Herstellung wird dem Saft das eigene Wasser entzogen. Dies ist zum Beispiel für den Transport in andere Länder sinnvoll. Vor dem Verkauf wird dann wieder die gleiche Menge Wasser zugefügt, die zuvor entzogen wurde. Der Vitamingehalt ist aber ähnlich dem des Fruchtsafts. Vitamine werden lediglich durch Kontakt mit Sauerstoff zerstört. Dank der heutigen Technologie, ist die Menge der zerstörten Vitamine aber sehr gering.





Nektar

Früchte, die von Natur aus sauer oder dickflüssig sind, werden meist in Nektarform dargeboten. Beispiele hierfür sind Banane, Johannisbeere oder Sauerkirsche. Je nach Frucht sind 25-50% Frucht enthalten. Aber auch Wasser und Zucker oder Honig können auf der Zutatenliste stehen. Der Fruchtsaftgehalt ist aber auf dem Etikett vermerkt. Es gibt auch Light-Getränke, denen dann statt Zucker oder Honig Süßstoff zugesetzt werden und so die Kalorien in Schach gehalten werden.




Fruchtsaftschorle

Die am meisten verbreitete Schorle ist sicher die Apfelsaftschorle. Das Gemisch kann aus Fruchtsaft, Nektar, Mark oder Mischungen bestehen. Zugesetzt werden außerdem Wasser und Kohlensäure. Der Gehalt an Frucht ist daher von der Mischung abhängig. Aber auch hier gibt das Etikett Auskunft.


Fruchtsaftgetränk

Hier liegt der Fruchtgehalt zwischen 6 & 30%. Die Hauptzutat ist hier Wasser, mit oder ohne Kohlensäure. Auch Zucker und Aromen sind erlaubt. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Caprisonne.


Man sollte sich also gut überlegen, zu welchem Produkt man greift. Es gibt schon deutliche Unterschiede bei diesen Getränken! Natürlich wäre Fruchtsaft, ob als Direktsaft oder aus Konzentrat, die beste Alternative.  Aber wenn man auch saure Säfte bzw. Nektar mag, muss man darauf nicht zwingend verzichten. Am besten nimmt man diese natürlich in Form einer selbstgemischten Schorle im Mischverhältnis 5:1 (Wasser: Saft) zu sich.

Viele Menschen verurteilen Fruchtsäfte gerne und scheren alles über einen Kamm. Aber gerade der reine Fruchtsaft ist im Prinzip ein sehr natürliches Produkt. Natürlich sollte man im Rahmen einer gesunden Ernährung nicht literweise Fruchtsaft trinken, da er mehr Kalorien enthält als Wasser oder Tee! Aber so schlecht wie ihr Ruf, sind die Säfte auch wieder nicht. Gerade, wenn man mal die Nase von Wasser voll oder Lust auf etwas Süßes hat, kann eine Schorle oder ein Glas Fruchtsaft Abhilfe schaffen!

You Might Also Like

3 Kommentare

  1. Schöne Aufstellung. Wobei ich doch lieber bei meinem guten Wasser bin und mein Obst und Gemüse so verzehre

    AntwortenLöschen
  2. Schorle ist so ein witziges Wort. Bei uns heißt das Apfelsaft gespritzt ;) Ich weiß gar nicht wie das bei uns in den Geschäften angeboten wird, aber Schorle trinkt hier niemand :P

    AntwortenLöschen
  3. Am besten ist aber sowieso der selbst gepresste Fruchtsaft :) Ich find bei dem Mischungsverhältnis 5:1 schmeckt man den Saft fast gar nicht mehr :D

    AntwortenLöschen