[Rezension] 15 kopflose Tage von Dave Cousins*

4/04/2015








Autor: Dave Cousins

Titel: 15 kopflose Tage
Verlag: Freies Geistesleben
Seitenanzahl: 288
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-7725-2778-4
Preis: 17,90€
Coverrechte liegen beim genannten Verlag


Inhalt


Laurence Roach wünscht sich eigentlich nur ein normales Leben, doch das ist schwer, wenn die Mutter eine depressive Alkoholikerin ist. Als sie eines Abends nicht mehr nach Hause kommt, erzählt er niemandem davon – aus Angst, er und sein Bruder Jay müssten sonst in Pflegefamilien. Er täuscht vor, seine Mutter sei noch da, zieht sich ihre Kleider an und verstrickt sich immer mehr in ein Netz aus Lügen.
Abend für Abend schleicht er zudem in die Telefonzelle und gibt sich in der Live-Sendung des lokalen Radiosenders für seinen verstorbenen Vater aus, um seinen geheimen Traum zu verwirklichen. Nach zwei Wochen, in denen sich die beiden Brüder mit einem Minimum an Geld und Essen durchschlagen, entdeckt Laurence endlich eine Spur von seiner Mutter. Aber jetzt fangen die Schwierigkeiten erst richtig an … (Quelle: Geistesleben.de)

Meine Meinung

Das Buch “15 kopflose Tage” hat mich tatsächlich ziemlich überrascht! Ich habe, durch das Cover, eher mit einem humorvollen Buch gerechnet, aber tatsächlich handelt es sich um ein ziemlich tiefgreifendes. Laurence hat es mit seinen 15 Jahren nämlich alles andere als leicht. Seine Mutter ist Alkoholikern und depressiv. Sie hat zwar zwei Jobs, aber das Geld reicht vorne und hinten nicht. Dann ist da noch sein kleiner Bruder Jay, der nicht gerade leicht zu erziehen ist und doch bleibt das meiste davon an Laurence hängen. Als eines Tages seine Mutter einfach nicht nach Hause kommt, ist das Chaos perfekt. Hilfe kann sich Laurence aber nicht holen, denn seine bisherigen Begegnungen mit dem Jugendamt haben ihm gereicht. Und so steht der Teenager alleine da, mit einem Kind, einer verdreckten Wohnung, stinkenden Klamotten und vor allem ohne Geld. Es ist spannend mit zu verfolgen, wie sich die beiden trotzdem über Wasser halten und ihr Leben mehr oder weniger meistern. Es macht aber auch nachdenklich, wie verzweifelt jemand sein muss, der seine Kinder sich selbst überlässt.

Die Geschichte ist spannend und abwechslungsreich. Es gibt neben den drei Hauptfiguren auch noch eine Handvoll Charaktere, von denen aber nur drei eine für die Geschichte wichtige Funktion haben. Die Figuren sind realistisch und ausführlich beschrieben, sodass man direkt ein Bild zu jeder Person im Kopf hat. Viele Schauplätze spielen Mitten im sozialen Brennpunkt, wodurch für mich die Stimmung immer etwas gedrückt war. Aber ich musste auch an der einen oder anderen Stelle schmunzeln, da manche Situation wirklich unterhaltsam geschrieben sind.

Das Cover des Buches gefällt mir auf jeden Fall total gut und ist sehr passend zum Inhalt. Die einzelnen Kapitel werden nicht wie üblich durch neue Überschriften eingeleitet, sondern durch kleine Comics. Leider sind in diesen Comics nur einzelne zusammenhangslose Sätze aus dem folgenden Kapitel eingefügt. Mir hätte eine fortführende und logische Geschichte in diesen kleinen Abschnitten besser gefallen. Nichtsdestotrotz ist das ganze Buch sehr liebevoll gestaltet! Der Schreibstil ist kindlich/jugendlich und sehr angemessen. Für ein Jugendbuch ist das wirklich alles sehr gut gelungen!


Fazit


Sehr gelungenes und tiefgründiges Jugendbuch, das mich sehr gut unterhalten hat!




Vielen Dank an BloggdeinBuch und Freies Geistesleben für dieses Rezensionsexemplar!
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