[Rezension] Du bist das Gegenteil von allem von Carmen Rodrigues*

5/05/2015








Autor: Carmen Rodrigues

Titel: Du bist das Gegenteil von allem
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 384
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-570-16158-6
Preis: 16,99€
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Die 16-jährige Ellie hatte etwas Besonderes an sich. Etwas Dunkles, Charismatisches, Gebrochenes … Jetzt ist sie tot. Gestorben an einer Überdosis Tabletten. Zurück bleiben ihr Bruder Jake, ihre beste Freundin Sarah und deren jüngere Schwester Jess – und vierunddreißig Zettel von Ellie in einem Schuhkarton. Vierunddreißig Hinweise, die Ellie hinterlassen hat. Vierunddreißig Geheimnisse eines viel zu kurzen Lebens voller Schmerz. Auf der Suche nach dem Warum müssen sich Jake, Sarah und Jess nicht nur ihren eigenen Abgründen stellen, sondern auch dem, was Ellie so lange vor ihnen verborgen hat … (Quelle: randomhouse.de)


Meine Meinung

"Du bist das Gegenteil von allem" ist ein sehr bewegender Jugendroman und das von der ersten bis zur letzten Seite. Auch wenn eher eine andauernde bedrückte Stimmung vorherrscht, anstatt, dass es mich zu Tränen gerührt hat. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte sehr emotional.
Wir begleiten Jake (Ellies Bruder), Sarah (ihre beste Freundin) und Jess (Sarahs kleine Schwester) wie sie ihr Leben mit Ellie geteilt haben und mit ihrem Tod umgehen. Das Buch beginnt an dem Tag, an dem Ellie stirbt, aber in den verschiedenen Kapiteln sehen wir auch in die Vergangenheit der drei Hauptfiguren. Jedes neue Kapitel beginnt mit einem kleinen Briefchen von Ellie, die sich aber leider nicht auf die Kapitel beziehen oder am Anfang nicht besonders viel Sinn ergeben. Die verschiedenen Kapitel werden aus der Sicht von Jess, Sarah und Jake erzählt. Mir viel es nicht schwer mich in die verschiedenen Personen hineinzuversetzen. Jess war mir unglaublich sympathisch. Bei ihr habe ich am liebsten mitgelesen. Sarah und Ellie sind mir nicht so recht ans Herz gewachsen. Ellie selbst fand ich meistens ziemlich arrogant und anstrengend. Trotzdem tat sie mir immer wieder leid, da sie schon ein schweres Schicksal hatte.
Das Buch hat mich persönlich ziemlich unbefriedigt zurückgelassen. Die ganze Zeit habe ich auf ein "Aha"- Erlebnis gehofft, sogar noch bis 5 Seiten vor Schluss. Als das Buch dann zu Ende war, war ich kurz verwirrt. Mir fehlte eine Auflösung oder ein Grund. So richtig konnte ich keine Moral aus der Geschichte ziehen, was ich etwas schade fand, da es durchaus Potential dafür gab.

Das Cover finde ich sehr ansprechend, auch wenn der Titel irgendwie nicht so recht zum Inhalt passt. Ich habe im Nachhinein noch eine ganze Weile über das Buch nachgedacht, aber der Titel will nach wie vor nicht passen. Der englische Titel "34 Pieces of You" passt dagegen ziemlich gut! Das Buch lässt sich sehr schnell weglegen - ich habe keine zwei Tage dafür gebraucht. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm.

Fazit


 Ein ergreifender Roman ohne Aha-Erlebnis!




Vielen Dank an den cbt-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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1 Kommentare

  1. Schade, dass dir am Ende was gefehlt hat. Besonders bei so einem schwierigen Thema, finde ich, dürfte das nicht sein. Zumal, wenn es sich an ein jungen Publikum richtet.

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