[Rezension] Eine unbeliebte Frau von Nele Neuhaus

6/13/2015








Autor: Nele Neuhaus

Titel: Eine unbeliebte Frau
Verlag: List
Seitenanzahl: 384
Genre: Krimi
ISBN: 9783548608877
Preis: 9,99€
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturms im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen. Doch was hat den Staatsanwalt in den Tod getrieben? (Quelle: List)


Meine Meinung

Die Reihe von Nele Neuhaus hat mich schon länger interessiert und da ich in letzter Zeit eher wenig Krimis gelesen habe, wurde es mal Zeit mit der Reihe zu beginnen. Weil ich immer wieder auf verschiedensten Seiten über die Bücher gestolpert bin, war ich wirklich sehr gespannt darauf!
Nach der Trennung von ihrem Mann zieht es Pia Kirchhoff zurück aufs Land und vor allen Dingen zurück in den Polizeidienst. Gleich zu Beginn werden sie und ihr Kollegen Oliver von Bodenstein mit zwei Leichen konfrontiert. Zum einen mit dem Selbstmord eines bekannten Staatsanwalts und zum anderen mit dem Mord an der äußerst attraktiven Isabel Kerstner. Doch auf der Suche nach dem Mörder entdeckt das Ermittlerduo nicht nur viele potenzielle Mörder, denn Isabel hatte es sich zu Lebzeiten mit Familie, Freunden und dem gesamten weiblichen Geschlecht ordentlich verscherzt, sondern ein ganzes Netz aus Verbrechen.
Gerade die vielen potenziellen Mörder und Geschichten machten das Buch für mich anfangs undurchsichtig. Ich brauchte einige Seiten, um die Personen wirklich zuordnen zu können. Die beiden Hauptcharaktere haben meiner Meinung nach auch nicht unbedingt zur Strukturierung beigetragen. Für mich waren es viel zu viele kurze Gespräche und viel zu viele Fahrten zu Verdächtigen. Im allgemeinen konnte ich mir ein viel besseres Bild von Oliver von Bodenstein machen, da er die meisten Gespräche führte. Pia hingegen war für mich eher eine Randfigur, zumindest ist sie mir nicht sonderlich in Erinnerung gebelieben.
Aber die vielen Verdächtigen machten das Buch auch interessant, da einem immer wieder ein neuer präsentiert wurde und man sich nie wirklich sicher sein konnte. Ich hatte mich auf jemanden eingeschossen, der es am Ende dann aber doch nicht war. Für den Täter gibt es von mir also einen Pluspunkt ;) Das Buch hat etwas gebraucht, um in Fahrt zu kommen, gelangweilt habe ich mich aber nicht. Die Geschichte ist sehr gut vernetzt und interessant in der Entwicklung. Wirklich gefesselt, hat mich das Buch allerdings auch nicht.
Der Schreibstil hat mir leider nicht so ganz zugesagt. Viele Wörter empfand ich als sehr gestelzt, was für einen guten Lesefluss eher hinderlich war. Die nächsten zwei Teile der Reihe liegen aber schon bereit und warten nur noch darauf gelesen zu werden!

Fazit


Sehr verwobene Geschichte mit vielen Verdächtigen und etwas zu wenig Spannung.



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1 Kommentare

  1. Ging mir genau so, ich hatte mit ihren aktuellsten Buch angefangen "Die lebenden und die Toten", das fand ich ziemlich gut und hab danach auch "eine unbeliebte Frau gelesen",es hat mich auch nicht so gefesselt und es war teilsweise langatmig...ich hab es auf jeden Fall nicht so weg gelesen wie ein Fitzek :)

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