[Rezension] Mein Leben für deins von Amber Kizer*

7/03/2015









Autor: Amber Kizer

Titel: Mein Leben für deins
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 384
Genre: Jugendroman
ISBN: 978-3-570-30966-7
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Ein schrecklicher Autounfall setzt Jessica Chains Leben ein Ende. Und doch lebt sie weiter, denn ihre Eltern entscheiden sich, ihre Organe zu spenden. An Samuel, Vivian, Leif und Misty. Vier Teenager, vier Schicksale voller Schmerzen, Ängste, Einsamkeit und Hoffnung – und über allen schwebt Jessica, begleitet und beobachtet sie: »Mein Leben hatte eine Bedeutung, aber nicht, als ich noch lebendig war, sondern erst durch meinen Tod … « (Quelle: randomhouse)


Meine Meinung


Mein Leben für deins beinhaltet ein wirklich schwieriges und auch tiefgreifendes Thema – Organspende! Die Geschichte hat mich sehr nachdenklich gemacht, auch wenn sie alles in allem nicht so dramatisch und emotional war, wie ich das erwartet hatte.

Die Geschichte beginnt mit Jessica, die ihr Leben eigentlich vergeudet, weil sie nur so vor sich her lebt. Sie ist die typische graue Maus, unsichtbar für ihre Mitschüler. Doch auf dem Weg zu ihrer ersten großen Party mit den angesagten Kids verunglückt sie und begleitet als Geist den Rest des Buches, bzw. ihre Organempfänger. Unter den Empfängern sind ganz unterschiedliche Charaktere, aber alles sind Teenager, so wie Jessica. Man erfährt von verschiedenen Krankheiten und Unfällen, weshalb mir die ersten 100 Seiten teilweise wirklich hart vorkamen. Krankheiten sind immer schlimm, aber zu lesen, dass jemand gerade einmal 17 ist und schon sein ganzes Leben mit etwas kämpfen musste, ist nicht gerade leichte Kost.

Durch ein paar Umstände kommen die vier Spender zusammen, ohne zu wissen, dass sie alle von dem selben Geist begleitet werden. Drei von ihnen gingen eh schon mit Jessica auf eine Schule, was vielleicht nicht gerade realistisch ist. Auch, dass der vierte, der weiter weg wohnt noch dazu findet, ist wohl eher unrealistisch. So aber nimmt das Buch einen recht typischen Jugendbuch-Verlauf. Es geht um die erste Liebe, die Abnabelung von den Eltern, den Schulball oder dem Leben im sozialen Brennpunkt. Natürlich hat es auch Jessica nicht leicht, denn ihr fällt es sehr schwer ihren Tod einfach so hinzunehmen. 

Etwas, was mir leider etwas gefehlt hat, war die Verfolgung der Schuldigen an Jessicas Unfall und zu erleben, wie Jessicas Familie sich nach dem Tod verhält oder weiterentwickelt. Als Leser bekommt man nur mit, was Jessica mit ihren Spendern erlebt und so bleiben manche Informationen einfach aus, die mich aber noch interessiert hätten. 

Trotz des recht schwierigem Themas war das Buch leicht zu lesen. Der Schreibstil war für Jugendliche geeignet und sehr flüssig. Das Cover hat mich von Anfang an angesprochen. Es vermittelt eine Leichtigkeit, die mir richtig Lust auf das Buch gemacht hat. Auch wenn der Inhalt diese Leichtigkeit überwiegend nicht vermittelte, passt das Cover wunderbar zum Buch.

Fazit


Ein Jugendroman, der auch Erwachsene nachdenklich macht!




Vielen Dank an cbt für das Rezensionsexemplar!

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1 Kommentare

  1. Eine super tolle Rezension!
    Klingt nach einem interessanten Buch.
    Schade finde ich es auch, erfährt man nicht viel über die Eltern oder den Unfall!
    Organspende als Thema finde ich aber wirklich sehr sehr spannend!

    Wünsche dir ein schönes Wochenende!

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