[Rezension] Spiel der Zeit von Jeffrey Archer*

8/05/2015









Autor: Jeffrey Archer 

Titel: Spiel der Zeit
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 560
Genre: Historischer Roman
ISBN: 978-3-453-47134-4
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

 

 

Inhalt


England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrts- Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind ... (Quelle: randomhouse)


Meine Meinung

 
Mit Spiel der Zeit entführt uns Jeffrey Archer an den Anfang des 19. Jahrhunderts. Eine Reise in die Welt eines Jungen, dessen Mutter Maisie alles dafür tut ihrem Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters kümmert sich Maisie alleine um ihren Sohn und um das nötige Geld. Sie leben in sehr ärmlichen Verhältnissen, denn Frauen, die Arbeit suchen, haben es zu der Zeit nach dem ersten Weltkrieg eher schwer. Doch als Harry ein Stipendium für eine Eliteschule erhält, muss Maisie sich noch mehr anstrengen das nötige Geld zu beschaffen. Die Welt der Reichen ist für Harry völliges Neuland und so tritt er in mehr als ein Fettnäpfchen. Er hat es alles andere als leicht sich auf der neuen Schule zu behaupten. Doch schnell findet er einen Freund, der ihn an die Hand nimmt. Ihre Leben verbindet allerdings mehr als nur Freundschaft. Harrys Entwicklungen, Gefühle und Bemühungen waren sehr interessant zu verfolgen. Aber auch Maisies Geschichte geht einem ans Herz.
 
Es war eine spannende Reise in die Welt nach dem ersten Weltkrieg. Aber auch die Entwicklungen des zweiten Weltkriegs und die Gedanken der jungen Männer, die ihren ersten Kontakt mit dem Krieg  bekommen, wird thematisiert. Die Geschichte wird aus den Sichten der verschiedenen Beteiligten beschrieben. Dazu gehören allerdings nicht nur Maisie und Harry. Auch sein bester Freund Giles, sein Vater und seine Schwester Emma gehören dazu. Leider besteht über die Hälfte des Buches aus den Erzählungen der selben Geschichte aus einer immer wieder anderen Sicht. Dabei bekommt man zwar immer wieder neue Informationen und Erklärungen, aber ebenso hat man das Gefühl nicht recht weiter zu kommen. Gerade das Leben zu dieser Zeit  und die Verstrickungen der Familien waren aber sehr interessant. Das Ende des Buches war sehr spannend, sodass ich die Seiten nur so verschlungen habe. Das Ende ist ein einziger Cliffhanger, sodass ich den zweiten Teil kaum erwarten kann, auch wenn ich schockiert war so zurück gelassen zu werden.
 
Der Schreibstil des Autors ist leicht und flüssig. Die Erzählperspektive war allerdings leicht irritierend. Die einzelnen Kapitel wurden aus der jeweiligen Ich-Perspektive der erzählenden Person berichtet. Allerdings wurde auch über die Ich-Perspektive hinaus die Intention der anderen Personen aus einer allwissenden Erzählerperspektive erzählt. Diese Mischung hat mir nicht ganz so gut gefallen. Die Aufmachung des Buches ist sehr schön gestaltet. Am Anfang und am Ende des Buches befinden sich jeweils die Stammbäume der betroffenen Familien, was mir sehr gut gefallen hat.
 
 

Fazit


Spannender erster Teil einer Familien-Saga, der einen gespannt zurück lässt.
 
 
 
 
 
Vielen Dank an den Heyne-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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