[Rezension] Was fehlt, wenn ich verschwunden bin von Lilly Lindner

10/17/2015








Autor: Lilly Lindner

Titel: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
Verlag: Fischer-Verlage
Seitenanzahl: 400
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-7335-0093-1
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt



April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat. (Quelle:fischerverlage.de)


Meine Meinung

Von Lilly Lindner habe ich bisher nur Gutes gehört. Gerade ihr Buch „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ ist ja eine Zeit lang auf allen Blogs hoch und runter gelesen worden. Jetzt wollte ich mich auch einmal an diese Autorin wagen!

„Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ ist die Geschichte von zwei Schwestern, die eine sehr schwere Zeit durch machen. Das gesamte Buch besteht aus zwei Teilen, die jeweils aus den Briefen einer der Schwestern bestehen. Der erste Teil des Buches wird von der 9-Jährigen Phoebe geschrieben, die ihre Schwester sehr vermisst. April liegt nämlich in einer Klinik und darf kaum Besuch bekommen. Phoebes Teil empfand ich leider als sehr anstrengend zu lesen. Vieles ist sehr wirr und ich habe öfter gedacht, dass sich das eher nach einem noch jüngeren Kind anhört, was dann aber sicherlich nicht so viel hätte schreiben können. Auch, dass ein 9-Jähriges Kind so lange fehlerfreie Briefe schreibt, fand ich eher unrealistisch. Die erste Hälfte des Buches hat mir daher nicht so recht gefallen, dabei hatte ich doch schon so viele gute Meinungen zu dem Buch gelesen. Zum Glück aber habe ich weiter gelesen, denn die zweite Hälfte hat mir umso besser gefallen. April schreibt ihrer kleinen Schwester aus der Klinik heraus, wie es ihr geht, was sie erlebt und was sie zu dem gemacht hat, was sie ist. Diese Briefe fand ich sehr interessant und emotional. Das Ende hat richtig Gänsehaut bei mir verursacht.

Die Art eine Geschichte nur aus Briefen bestehen zu lassen, hat mir sehr gut gefallen. Man konnte sich trotzdem gut in die Personen hineinversetzten und hat auch vieles aus der Vergangenheit erfahren. Zum Schreibstil lässt sich aufgrund der Briefe allerdings nicht viel sagen, da diese ja sehr personenspezifisch waren. Lilly Linder hat auf jeden Fall sehr viele kreative Aspekte in die Geschichte mit eingebracht. Auch, dass das Buch viele kritische Punkte anspricht, hat mir sehr gut gefallen, auch wenn der letzte sehr unterschwellig war (und dabei wahrscheinlich sehr ausschlaggebend für den Ausgang der Geschichte)! Über das Buch und die Geschichte habe ich auch einen Tag später noch nachgedacht - vielleicht also eher ein Buch zum Grübeln - aber eben auch eines, das im Kopf bleibt :)
 
 

Fazit


Nach einem für mich etwas holprigen Start, hat mir das Buch trotzdem noch sehr gut gefallen. Trotzdem gibt es deshalb ein 1-Lesezeichen-Abzug.
 
 
 

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3 Kommentare

  1. Ich hab dieses Buch geliebt. Die ganze Zeit über hab ich ganz schön weinen müssen, weil es einfach so bewegend war. Es zählt absolut zu meinen Lieblingsbüchern. Einfach klasse

    Liebste Grüße
    Maddie

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  2. "Phoebes Teil empfand ich leider als sehr anstrengend zu lesen." so eine moppelkotze, blubbblappblipp. jede(r) zweite, mehr noch, die das buch rezensieren, bejammern das genau mit dem unrealistischen argument. genau das gegenteil ist richtig. das ist kunst. wäre es ein junge, okay, aber 9 jährige mädchen können so reif und keck sein, einfach herzergreifend schön. ja, das mag es nicht oft geben in der wirklichkeit, aber es ist möglich. phoebe forever. where phoebe is there's love! ich vermisse sie, immer noch. april dagegen war unsympathisch. das nennt man dann wohl meinungsverschiedenheit :D

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    1. :D Zum Glück darf ja jeder seine eigene Meinung haben ;) Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch vielen gut gefällt! Aber Kunst muss ja eben nicht immer jedem gefallen ;)

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