[Rezension] Es wird keine Helden geben von Anna Seidl

3/04/2016









Autor: Anna Seidl

Titel: Es wird keine Helden geben
Verlag: Oetinger
Seitenanzahl: 256
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-7891-4746-3
Preis: 14,95€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag




Inhalt


Alles beginnt wie ein normaler Schultag. Doch kurz nach dem Pausengong hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Sie überlebt – fragt sich aber, ob das Leben ohne Tobi und mit den schlimmen Albträumen noch einen Sinn hat. Waren Miriam und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung

 
Ein Amoklauf an einer Schule: ein Horrorszenario! Bücher mit Themen wie dieses gehen einem ja meistens ziemlich unter die Haut. Und das Ganze jetzt in einem Jugendbuch zu verpacken, ist sicherlich keine leichte Aufgabe. Trotzdem hätte ich von diesem Buch einfach ein bisschen mehr erwartet.
 
Das Buch wirft uns direkt in die Geschichte und wir werden Zeuge des Amoklauf aus der Sicht von Miriam. Diese versteckt sich mit ihrer besten Freundin und einem bekannten Jungen in einer Toilette und fürchtet um ihr Leben. Leider kam mir dieser wesentliche Teil der Geschichte viel zu kurz. Der Großteil des Buches beschreibt Miriam Leben nach diesem traumatischen Ereignis, denn bei diesem Amoklauf hat sie viel mehr verloren als Mitschüler.
 
Miriam ist natürlich am Boden zerstört. Ihre Gedanken und ihr Gefühlsleben drehen sich um ihre Verluste und die Veränderungen, die diese Ereignis, in ihr Leben gebracht hat. Auch wenn diese sich oft wiederholen und ihre Fortschritts beschreiben, waren sie mir etwas zu emotionslos. Die Dramatik kam mir etwas zu kurz und das Gefühl hat mich beim Lesen einfach nicht erreicht.
 
Der Schreibstil war sehr schlicht. Die Sätze waren sehr kurz und die Sprache einfach. Für ein Jugendliche ist dieses Buch auf jeden Fall gut geeignet. Für mich war es aber etwas zu einfach, vermutlich konnte ich mich deshalb auch nicht so recht in das Buch einfühlen. Leider hielt das Buch auch keine Überraschungen bereit. Die Geschichte war vorhersehbar und wenig außergewöhnlich. Ich hatte auf jeden Fall etwas anderes erwartet. Für mich fehlte definitiv das besondere Etwas, aber auch der emotionale Aspekt, den ich mir sehr gewünscht hatte, fehlte fast ganz. Die Idee des Buches gefällt mir zwar nach wie vor, aber das Potential wurde leider nicht ausgeschöpft.
 
 

Fazit


Leider konnte die Autorin mir die Emotionen der Geschichte nicht richtig vermitteln.
Es fehlte die Besonderheit, obwohl die Geschichte viel Potential geboten hätte.
 
 

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