[Rezension] Krähenmädchen von Erik Axel Sund

5/04/2016









Autor: Erik Axel Sund

Titel: Krähenmädchen
Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 480
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-48117-0
Preis: 12,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird? (Quelle: randomhouse.de)

Meine Meinung

Egal, ob Pädophilie, Kindersoldaten oder Menschen mit wirklich schweren psychischen Störungen - in diesem Buch sind sie alle vereint. Mittlerweile habe ich wirklich schon einiges an Thrillern gelesen, aber so krankes Zeug ist mir wirklich selten untergekommen! Ich fand das Buch tatsächlich ziemlich verstörend.
 
Die Geschichte beginnt anfangs etwas verwirrend. Es gibt Kapitel aus der Sicht von Jeanette, die mit der Polizei Spuren und Täter sucht. Es gibt aber auch Kapitel aus der Sicht von Sophie, die sich als Psychologin mit Kindersoldaten und Vergewaltigungsopfern beschäftigt sowie Kapitel aus der Sicht von Victoria, die ihre Kindheit als Spielball ihres Vaters verbracht hat. Wie das alles zusammengehört wird allerdings erst recht spät klar. Mit den Charakteren an sich konnte ich leider weniger anfangen, was aber sicherlich auch daran liegt, dass ich lange gebraucht habe, um sie auseinander halten zu können.
 
Vieles aus diesem Buch fand ich wirklich ziemlich pervers, erschreckend und verstörend. Ich musste das Buch immer mal wieder weglegen, weil es mir einfach zu viel geworden ist. Was das Buch an Perversität hatte, hat ihm leider an Spannung gefehlt. Weite Teile der Geschichte sind wirklich schleppend. Die vielen schwedischen Namen machen mir die Nachvollziehbarkeit immer etwas schwer, weil ich die Orte und Namen so nicht recht auseinander halten kann.
 
Wie es bei ersten Bänden ja oft so ist, ist das Ende wenig zufriedenstellend. Insgesamt gab es für mich sehr viele überraschende Momente, aber auch viele, die mich nur haben mit dem Kopf schütteln lassen. Das Buch ist zwar nicht sonderlich blutig, aber mit Sicherheit auch nichts für schwache nerven!
 

Fazit


Nichts für schwache Nerven!
Dieses Buch ist pervers und verstörend, hält aber auch viele Überraschungen bereit!
 
 

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