[Rezension] Mord im Gurkenbeet von Alan Bradley - Flavia de Luce Teil 1

6/08/2016








Autor: Alan Bradley

Titel: Mord im Gurkenbeet
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 400
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-442-37624-7
Preis: 8,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ... (Quelle: randomhouse)


Meine Meinung

Die Cover der Flavia de Luce-Reihe sind mir schon öfter begegnet, aber für mich sahen sie immer ein bissen düster und nach Vampir-Roman aus. Jetzt, wo ich aufgeschnappt habe, dass es sich bei den Büchern aber um Krimis handelt, musste ich unbedingt mal in die Reihe reinlesen. 

Schnell habe ich festgestellt, dass die kleine Flavia vom Cover gar nicht so düster ist, sondern eher ein kleines Wunderkind. Sie ist mit ihren 11 Jahren ein wahres Chemiker-Ass und tüftelt in ihrem Labor vor sich hin. Gerne versucht sie ihre neuesten Gemische auch an ihren beiden älteren Schwestern Ophelia und Daphne aus, mit denen sie sich ständig in den Haaren hat. Ihr Vater lebt eher zurückgezogen und interessiert sich hauptsächlich für seine Briefmarkensammlung. Die de Luces leben in einem Herrenhaus in England, wo Flavia eines Nachts einen Mann im Gurkenbeet findet, der seine letzten Atemzüge macht. Auch der Gärtner Dogger, den Flavia zur Hilfe holt, kann dem Mann nicht mehr helfen. Nach kurzen Ermittlungen wird Flavias Vater als Mordverdächtiger ins Gefängnis gebracht. Doch Flavia ahnt, dass ihr Vater unschuldig ist und wittert eine größere Geschichte. Daher ermittelt das kleine 11-jährige Mädchen auf eigene Faust. Sie verhört Verdächtige, kombiniert Spuren und Geschichten und verbindet das Ganze mit ihrer Leidenschaft zur Chemie.

Ich fand die Geschichte an sich wirklich nett und gut gemacht. Leider empfinde ich aber Ermittlungsarbeiten von Kindern immer etwas fragwürdig. Allgemein hat Flavia ein erstaunliches Wissen und eine Kombinationsgabe, die ihres Gleichen sucht. Leider war dieser Aspekt für mich ein bisschen zu unrealistisch. Trotzdem hat das Buch seinen eigenen - vor allem britischen - Charme. Das Buch ist humorvoll und hat etwas Altmodisches an sich (Spielzeit 1950). Die Ermittlungsarbeiten finden ohne große Computerarbeit oder moderne Technik statt, was ich durchaus interessant fand. 

Insgesamt hat mir das Buch schon gefallen, aber man muss sich natürlich vorher klar machen, dass die Geschichte eher eine sehr junge Zielgruppe hat. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass man im jungen Teenageralter sehr viel Freude mit diesem Buch bzw. der Reihe hat. Wirklich mitreißen konnte mich das Buch aber leider nicht. Es ist aber auf jeden Fall eine nette Unterhaltung für zwischendurch!

Fazit


Ein ungewöhnlicher Krimi mit einer außergewöhnlichen Protagonistin!
Für Teenager sehr gut geeignet!




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