[Rezension] Anonym von Strobel und Poznanski*

10/11/2016








Autor: Ursula Poznanski & Arno Strobel

Titel: Anonym
Verlag: Wunderlich
Seitenanzahl: 384
Genre: Thriller
ISBN:  978-3-8052-5085-6
Preis: 19,95€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr... Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums "Morituri". Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben... (Quelle: rowohlt.de)


Meine Meinung

Nachdem mir das erste gemeinsame Buch "Fremd" von Ursula Poznanski und Arno Strobel so gut gefallen hat, war ich natürlich auch sehr gespannt auf ihr neues Projekt. Schon der Klappentext hat auf eine sehr spannende und auch perfide Geschichte hingewiesen und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht!

Die Geschichte beginnt direkt mit dem Entdecken der ersten Leiche, die auf bestialische Weise ermordet wurde. Hier lernt der Leser dann auch das ermittelnde Team, aber vor allem Daniel und Nina kennen. Daniel ist schon lange bei der Hamburger Polizei, wohingegen Nina ihre neuen Kollegen erst am Tatort kennen lernt. Die beiden haben keinen einfachen Start, da Nina sehr verschlossen und eigenbrötlerisch ist. Doch die beiden müssen an einem Strang ziehen, da sie auf ein Forum aufmerksam werden, in dem die gefundene Leiche dargestellt wird. Schnell wird die schreckliche Aufgabe dieses Forums deutlich, denn die User nominieren die Opfer des Täters und stimmen im Anschluss für ihren liebsten Kandidat. 

Die Ermittlungen gestalten sich aber alles andere als einfach, denn im Dark-Net sind alle anonym und den Täter zu fassen keine leichte Aufgabe. Gerade diesen Aspekt der Cyber-Kriminalität fand ich persönlich sehr interessant. Auch das ermittelnde Team wurde mit seinen verschiedenen Aufgaben gut dargestellt. Die Geschichte selbst wird abwechselnd aus der Sicht von Daniel und Nina erzählt. Wobei Daniel war mir von den beiden eindeutig der sympathischere war. Nina war mir etwas zu egozentrisch in allem, was sie getan hat. Ich bin einfach nie so richtig warm mit ihr geworden. Dass die Geschichte aus zwei Sichten erzählt wird, hat mir allerdings sehr gut gefallen. Auch wenn mir nicht immer ganz klar war, bei wem ich jetzt gerade mitlese. Gerade, wenn man mal innerhalb eines Kapitels das Lesen unterbrochen hat, war es recht schwer wieder in die Sicht hineinzufinden.

Das Buch hat sich sehr gut und flüssig lesen lassen. Die Geschichte war sehr spannend und grausam. Die beiden Autoren haben sich auf die wesentlichen Aspekte der Geschichte konzentriert, wodurch nie Langeweile aufkam. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht so fesseln, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Idee des Buches und auch die Umsetzung haben mir trotzdem sehr gut gefallen. Nur der Täter hat mich ehrlich gesagt wenig überrascht. 

Die Covergestaltung gefällt mir persönlich richtig gut und ist sehr passend zum Inhalt. Ich hoffe, die beiden schreiben auch weiterhin Bücher zusammen, denn das Ergebnis ist auf jeden Fall sehr zufriedenstellend! 


Fazit


Eine perfide Mordserie mit einem grausamen Vorgehen! Die Idee des Forums, in dem über den Tod ganz normaler Menschen abgestimmt wird, lässt einem als Leser wirklich die Haare zu Berge stehen!




Vielen Dank an den Wunderlich-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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1 Kommentare

  1. Huhu,

    ich habe das Buch am Sonntag in einem Rutsch durchgelesen, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte... Super spannend. Ich vergebe sogar noch ein Lesezeichen mehr :)

    Liebe Grüße
    Jasmin

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