[Rezension] Kidnapped von Chelsea Cain

10/07/2016








Autor: Chelsea Cain

Titel: Kidnapped
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 384
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-7341-0041-3
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Als sechsjähriges Mädchen gekidnapped, fünf Jahre später befreit – ganz Amerika verfolgte damals den Entführungsfall der Kick Lannigan. Jetzt ist Kick einundzwanzig. Geübt in Kampfsportarten und auf dem Schießplatz, hat sie sich ein Leben aufgebaut, in dem sie sich sicher fühlt. Bis ein Mann namens John Bishop ungebeten in ihrer Wohnung auftaucht. Bishop spürt vermisste Kinder auf. Er ist überzeugt, dass nur Kick ihm in seinem aktuellen Fall helfen kann, und er akzeptiert kein Nein als Antwort. Doch um die entführten Kinder zu retten, muss Kick eine Reise in ihre eigene dunkle Vergangenheit wagen – eine Reise, die tödliche Gefahren birgt… (Quelle: randomhouse)


Meine Meinung

 
Der Klappentext dieses Buches hat mich schon bei den Neuerscheinungen damals total angesprochen. Jetzt konnte ich es als Mängelexemplar ergattern und habe es auch sogleich verschlungen. Die Thematik um die vermissten Kinder (und auch das Leben dieses gefundenen Kindes) hat mich wirklich neugierig gemacht. Leider konnte mich das Buch letztendlich aber nicht von sich überzeugen.

Am Anfang des Buches ist der Leser bei der Befreiung von Kick aus den Händen ihrer Entführer dabei. Doch die eigentliche Geschichte spielt 10 Jahre später, wo Kick es sich zur Aufgabe gemacht hat verschwundene Kinder zu retten. Neben dem Umgang mit Schusswaffen hat Kick die vergangenen Jahre damit verbracht ein Ass in Selbstverteidigung und Kampfsport zu werden. Sie ist ein sehr eigenwilliger Charakter, mit dem man Anfangs Mitleid hat. Bei mir ist das allerdings recht schnell umgesprungen. Kick ist ein sehr egozentrischer Mensch, der sich nicht viel aus den Menschen in ihrer Umgebung macht. Lediglich ihr Freund James und ihr Hund Monster sind in ihrem Leben wichtig. 

Als plötzlich ein fremder Mann sie bittet mit ihr nach den jüngst vermissten Kindern zu suchen, ist sie zwar erst skeptisch, aber trotzdem schnell mit an Bord. Auch bei der Suche nach den Kindern zeigt sich schnell, dass Kick gerne einfach tut, was ihr gefällt. Sie kontaminiert Tatorte, bricht Dinge auf eigene Faust auf und ist sich hinterher keiner Schuld bewusst. Mir war sie ein wirklich sehr unsympathischer Charakter. Natürlich sind ihre Hintergründe tragisch, aber dass sich daraus so eine selbstgefällige Frau entwickelt, hat mich einfach nicht überzeugt.

Das Buch ist aus Sicht der dritten Person geschrieben und zeigt neben den aktuellen Ermittlungen auch immer wieder kleine Szenen aus Kicks Vergangenheit. Mir persönlich war das trotzdem zu wenig. Im Allgemeinen war der Thriller für mich sehr oberflächlich. Der Leser erfährt einfach zu wenig über die Zusammenhänge und Täter. Auch dass in den letzten 10 Jahren scheinbar nichts in Sachen Ermittlungen passiert ist, fand ich sehr unrealistisch. Der Schreibstil war aber sehr flüssig und die Seiten ließen sich sehr schnell weglesen. Trotzdem hat mich Kick und auch der Verlauf der Handlung irgendwann nur noch genervt. 

Leider war vor allem das Ende für mich ein Grund für die relativ schlechte Bewertung. Das Ende der Ermittlungen war für mich völlig an den Haaren herbeigezogen und wenig authentisch und auch das Ende des Buches eher ein Grund, um mit den Augen zu rollen. Zwar ist ein scheinbar der Auftakt einer Reihe, aber mir hat dieser erste Teil wahrlich ausgereicht. 

Fazit


Leider konnte mich das Buch trotz spannender Grundthematik nicht von sich überzeugen.
Die Geschichte ist sehr konstruiert und oberflächlich, was bei mir eher Missmut als Mitfiebern hervorgerufen hat.



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1 Kommentare

  1. Huhu Meiky,
    danke für deine Rezension! Ich habe das Buch als Ebook da und will es auch noch lesen, aber nach deinen Worten drängt mich das jetzt nicht mehr so! Liebe Grüße, Petra

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