[Rezension] Plötzlich Banshee von Nina MacKay*

10/02/2016








Autor: Nina MacKay

Titel: Plötzlich Banshee
Verlag: ivi
Seitenanzahl: 400
Genre: Jugendbuch
ISBN: 978-3-492-70393-2
Preis: 15,00€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben? (Quelle: Piper.de)

Meine Meinung

Auf "Plötzlich Banshee" bin ich vor allem wegen des Covers aufmerksam geworden. Die Aufmachung ist auf jeden Fall wunderschön, auch dass sich die Abbildung bei jedem Kapitel wiederholt, hat mir sehr gefallen. Trotzdem hätte ich geringe Variationen bei den Kapitelabbildungen noch besser gefunden. Für ein Jugendbuch ist es auf jeden Fall sehr schön gemacht!
 
Der Inhalt konnte mich leider nicht ganz so begeistern. Alana ist keines Falls plötzlich Banshee, denn natürlich hat sie ihre Gabe schon ihr ganzes Leben. Als Banshee kann sie die Lebenszeit der Menschen um sich rum sehen. Doch neben dieser Gabe hat ihr Dasein auch Nachteile, denn sie zieht das Unglück geradezu an. Dadurch wird sie ein ziemlicher Tollpatsch und gerät in allerhand peinliche Situationen. Auch wenn die Autorin versucht hat diese mit einem humorvollen Schreibstil darzubieten, konnte es mich leider nicht erreichen. Vielleicht sehen dass Jugendliche anders, aber ich persönlich kann nicht über Stürze oder Ähnliches lachen.
 
Der Schreibstil an sich war für mich auch ein Problem. Das ganze Buch ist sehr überdreht geschrieben, wodurch es aber leider auch zu oberflächlich und kindisch für mich war. Die Charaktere waren sehr überspitzt dargestellt und die Handlung insgesamt sehr vorhersehbar. An sich fand ich die Wesen, die ihren Auftritt hatten, alle sehr interessant und hätte gerne viel mehr von ihnen und ihren Gaben erfahren. Auch dass die verschiedenen Fähigkeiten eigentlich kaum für die Geschichte relevant waren, fand ich wirklich schade.
 
Natürlich spielt auch eine Liebesgeschichte in diesem Buch eine Rolle, die aber, wie auch der Rest, völlig oberflächlich und leider auch komplett unrealistisch war. Die Gefühle kommen mal wieder viel zu plötzlich und auch die Kommunikation zwischen den beiden und die daraus resultierenden Gefühlen waren alles andere als nachvollziehbar. Der Verlauf der Geschichte war relativ vorhersehbar. Für mich haben die Figuren leider immer viel zu lange gebraucht, um Erkenntnisse zu erlangen. Vieles ist dem Leser sehr schnell klar, wofür Alana leider sehr lange braucht. Auch gab es für meinen Geschmack zu viele Wiederholungen, die bei so einem schnelllebigen Buch nicht nötig gewesen wären.
 
Insgesamt war es für mich ein sehr typisches Jugendbuch, was durchaus seine Besonderheiten hatte, aber nicht überzeugen konnte. Für mich war vor allem das Ende wenig überzeugend, weshalb ich leider nur 3 Sterne vergeben konnte. Ich würde das Buch eher für wirklich junge Leser (12-14 Jahre) empfehlen.
 

 

Fazit


Leider konnte mich das Buch trotzt interessanter Grundthematik nicht begeistern.
Das Potential der magischen Wesen wurde für mich nicht ausgenutzt!

 
 
 
Vielen Dank an den Ivi-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
 

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